Woher ich kam, wohin ich ging
Gedichte
Band 13 der Reihe unbegrenzt haltbar
von Ehrismann Albert
- Erstveröffentlichung
- 2026
- Verlag
- NIMBUS. Kunst und Bücher AG
- Seiten
- 220
- ISBN
- 9783038501084
- Ausgaben
- Buch
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Über „Woher ich kam, wohin ich ging“
Mit einem Gedichtband, der den Alltag einer Stadt in den Mittelpunkt rückte, wurde der junge Albert Ehrismann 1930 bekannt. Seine Verse kamen ohne Naturschwärmerei aus, waren zart und zugleich spröde, und man sprach bald von einem Erneuerer der Lyrik. Seine Haltung kostete ihn später die Freiheit, denn er verweigerte den Militärdienst aus Überzeugung.
Die Auswahl von Thomas Dütsch folgt diesem Weg von den frühen Bänden über die Haft bis zum Soldatenleben im Krieg. Die Stimme bleibt poetisch und humanistisch, mal engagiert, mal in sich gekehrt, mal verspielt und melancholisch.
Was bleibt von einem Dichter, der sich nie vereinnahmen ließ? Die Verse stellen diese Frage selbst und lassen den Leser nicht aus ihrem Bann.
Für wen eignet sich „Woher ich kam, wohin ich ging“?
Der Band richtet sich an Leserinnen und Leser von Gedichten, die die Lyrik der Schweiz im zwanzigsten Jahrhundert kennenlernen möchten. Wer Verse mag, in denen das Alltägliche ernst genommen wird und kleine Beobachtungen große Fragen auslösen, findet hier einen guten Zugang. Auch Lesende, die sich für Zeitgeschichte und das Schicksal eines Autors zwischen Pazifismus und Militärdienst interessieren, werden die Auswahl mit Gewinn lesen. Gedichtfreunde, die einen Dichter jenseits des Kanons suchen, sind hier richtig.
Wann passt „Woher ich kam, wohin ich ging“ am besten?
Gedichte verlangen Ruhe, deshalb eignet sich der Band für Abende, an denen man sich Zeit für einzelne Verse nimmt. Wer im Herbst durch eine Stadt spaziert, liest das Buch passend zu den Eindrücken, die es beschreibt. Auch in einer Lebensphase des Umbruchs kann die Lektüre helfen, weil sie von Menschen erzählt, die sich nicht einordnen lassen wollen. Die Auswahl eignet sich zum wiederholten Lesen, denn jedes Mal fällt ein anderer Vers auf.
In welcher Reihenfolge liest man die Reihe „unbegrenzt haltbar“?
Die Reihe ist nummeriert und umfasst zahlreiche Bände. Aufgelistet sind unter anderem „Die Schalttafel“ an zweiter Stelle, „Flametti; oder vom Dandysmus der Armen“ an dritter und „Die fremden Götter“ an vierter. Dieser Band trägt die Nummer 13 und steht damit am Ende der genannten Titel. Wer die Reihe verfolgen möchte, liest die Bände in dieser Nummerierung, um die Entwicklung der Texte nachzuvollziehen.